WEINHOF BRINKMANN

NIEDERSACHSENWEIN

Jan Brinkmann
Münsterstraße 50
49186 Bad Iburg


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seit 2016


Hauptprodukt/Dienstleistung
Weinanbau

„Ich habe mir auch
die ‘Sendung mit der Maus’
angeschaut.“

Einmal die Ersten sein. Das war der Gedanke, der Familie Brinkmann 2016 in den Kopf kam. Der Bund hatte Niedersachsen gerade als letztem Flächenland die Weinanbaurechte erteilt.

Ja, Niedersachsen, das Land fernab von Rhein, Mosel und Main. „Mein Vater hatte damals die Nachricht im Radio gehört”, erzählt Jan Brinkmann.

Der Junglandwirt arbeitet im elterlichen Schweinebetrieb vor den Toren von Bad Iburg. Ein Hof mit Tradition, erstmals erwähnt 1253, abgebrannt und aufgebaut an der heutigen Bundesstraße. Dort findet sich jetzt Niedersachsens einziger Weinbauhang, direkt am Teutoburger Wald. Den Anbau hat sich Jan Brinkmann fast selbst beigebracht. „Ich habe mir auch die ‘Sendung mit der Maus’ angeschaut”, sagt er. Klinge komisch, doch es sei so gewesen. Natürlich war es damit nicht genug. Er machte Praktika, holt sich Rat bei James Wright, einem australischen Weinbauberater in Niedersachsen.

Nun stehen 5.000 Reben auf 1,5 Hektar. Die Weine seien kulinarisch anders als die südlichen. Doch schon die ersten Flaschen – angebaut mit einem befreundeten Winzer in Rheinhessen – waren schnell vergriffen. Die zweite Ernte brachte mehr. Und so will Jan Brinkmann das ganze Jahr über Wein verkaufen. Helios, Solaris, Regent – zwei weiße und eine rote Sorte – stehen am Teutoburger Südhang. Allesamt frühreife, nach Kreuzung resistenter gegen Pilzbefall. Das sei wichtig in einem so regenreichen Gebiet. Sie seien leicht und fruchtig, nicht auf Komplexität ausgelegt.

Teamarbeit: Weinbauberater James Wright (rechts)
gibt Jan Brinkmann Tipps bei der Weinlese.

„Weine für die Niedersachsen eben”, sagt der Landwirt. Die würden einen mineralisch schmeckenden Riesling schon einmal als sauer bezeichnen, „wenn sie überhaupt etwas sagen”. Ein feiner Humor ist dem Winzer nicht abzusprechen.

Das Ziel ist dann doch trocken formuliert: Bad Iburg soll als Herkunft auf dem Etikett stehen. Das dürfe es aber noch nicht. Wichtig sei, dass Niedersachsen Landweingebiet werde. Dafür hat er mit anderen Winzern den Niedersächsischen Weinbauverband gegründet. Dessen Website titelt schon: „Weinland Niedersachsen”.

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