DANIEL WEHMEYER

HARZER HÖHENVIEH

Biohof Düna
Düna 16A
37520 Osterode am Harz


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Hauptprodukt/Dienstleistung
Harzer Höhenvieh

„Ich setze kompostierten Mist als Dünger für unser Grün- und Ackerland ein.“

Vor der Zukunft ist Daniel Wehmeyer nicht bange. „Ich möchte gerne die Kreislaufwirtschaft verfeinern und unsere Produkte noch weiter in die Küchen der Verbraucher bringen. Es entwickelt sich alles.“ Der hochgewachsene 39-Jährige strahlt die Zuversicht eines alten Hasen aus. Kein Wunder, denn er ist seit 23 Jahren im Geschäft. In seinem Fall bedeutet es, dass er bereits als Jugendlicher mit seinem Vater einen Nebenerwerbsbetrieb in seinem Heimatort Düna (bei Osterode am Harz) aufgebaut hat. Seinem „Dickkopf “ habe er es zu verdanken, schmunzelt Wehmeyer, dass daraus 2002 ein Haupterwerb wurde.

Hier werden die Tiere komplett von der Schnauze bis zum Schwanz verarbeitet.

Auf seinem ökologischen Betrieb hält er nicht irgendwelche Tiere, sondern Rinder der Rasse Harzer Rotes Höhenvieh. „Wegen ihrer Gutmütigkeit war sie bei den Bergleuten beliebt, sorgte für Milch und Fleisch“, erzählt Daniel Wehmeyer. Da er so viel wie möglich „Heimat im Stall“ wollte, kam für ihn nur diese alte Rasse in Frage, zumal sie vom Aussterben bedroht ist.

Seine Bio-Rinderzucht besteht heute aus 250 Tieren, darunter 86 Mutterkühe. Die Tiere weiden auf Naturschutzflächen in der Nähe des Hofes, im Oberharz und in Duderstadt. Sie sind ein beliebtes Fotomotiv, wie sie da so mit ihrem roten Fell auf den grünen Weiden vor den Fichten stehen.

Zwei Dinge bewegen Daniel Wehmeyer: Zum einen die Klimaneutralität seiner Rindfleisch-Produktion. „Ich setze kompostierten Mist als Dünger für unser Grün- und Ackerland ein. Das dient dem Humus-Aufbau und damit der CO2-Speicherung.“ Zum anderen der Bio-Rindfleisch- Verkauf. Seit 2020 hat der Hof eine eigene Fleischerei, wo das Tier „nose to tail“ verarbeitet wird – also komplett von der Schnauze bis zum Schwanz. Ein Großteil wird über die Gastronomie im Umfeld abgesetzt. Johanna Wehmeyer übernimmt die Organisation im neuen Hofladen. Dort gibt es übrigens auch die grünen Berglinsen aus eigener Produktion.

Wer die Homepage des Hofes studiert, erfährt jede Menge über Naturschutz, Rinderzucht, Heimatgefühl und über die Zeit. „Jeder unserer Bullen verbringt zwei lange Sommer im Familienverbund auf der Weide. Jedes Stück Bio-Rindfleisch darf etwa zwei Jahre lang wachsen.“ Daniel Wehmeyers Ratschlag: „Genau das benötigt das Fleisch auch im Topf, Backofen oder auf dem Grill: Zeit.“

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