VOLKER KRAUSE

BOHLSENER MÜHLE

Bohlsener Mühle GmbH & Co. KG
Mühlenstraße 1
29581 Bohlsen


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seit 1979


Hauptprodukt/Dienstleistung
Brot, Kuchen, Knäckebrot, Müsli & Kekse

„Ohne konsequent ökologisch umsteuernde Unternehmen kann Klima- und Artenschutz nicht gelingen.“

In der Bohlsener Mühle ist noch Gefühl und Gehör gefragt. Dort an der Mühlenstraße 1 am Flüsschen Gerdau wird mit alten Maschinen gemahlen. Die Walzenstühle hat Volker Krause erhalten, die anderen Verfahrensstufen rundum erneuert. Auch wenn der Blick in diesen Teil der Mühle wie eine Zeitreise wirkt, die beiden Betriebsstätten mit Bäckerei, Backstraßen und Abpackung sind hochmodern.

Gemahlen wird hier in der Lüneburger Heide schon seit 700 Jahren. Als Volker Krause den elterlichen Betrieb 1979 übernahm, rettete er ihn vor dem Bankrott. Bis heute hat der Bio-Pionier ein zukunftsfähiges Unternehmen mit 300 Mitarbeitenden aufgebaut. Die tragende Säule: Die Rohstoffe stammen aus ökologischem Anbau. Rund 200 Landwirte bauen im Umkreis von 250 Kilometern an. „Durch die Nähe bleibt der persönliche Kontakt möglich“, erklärt Volker Krause.

In der Mitte des Ortes, direkt an der Gerdau, steht die Bohlsener Mühle. Ihr Silo ist von weitem zu sehen.

Verkauft werden im Bio- und konventionellen Einzelhandel, und im Online-Shop Mühlenprodukte aus allen heimischen Getreiden, Brot, Kuchen, Knäckebrot, Müsli, Kekse. Das Unternehmen setzt auf Regionalität und holt einst heimische Produkte wie Buchweizen zurück in den Anbau.

Der Nachhaltigkeitsbericht erklärt, wie Klima und Ressourcen schonend produziert werden kann, wie Mitarbeitende und die Gemeinschaft profitieren können. „Ohne konsequent ökologisch umsteuernde Unternehmen kann Klima- und Artenschutz nicht gelingen.“

Ob ein Acker für die Belegschaft oder die Beteiligungsmöglichkeit von Privatpersonen an der neuen Backstraße: Volker Krause hat einen Blick für die Region. „Uns darf nicht gleichgültig sein, was vor Ort passiert.“

Weil das Beispiel Bohlsener Mühle beweist, dass nachhaltiges Wirtschaften erfolgreich ist, wird der Landkreis Uelzen vom Land Niedersachsen als Öko Modellregion gefördert. Krause ist aktives Mitglied der Steuerungsgruppe. „Für resiliente Strukturen in ländlichen Regionen wie unserer bedarf es zukunftsorientierter Handwerks- und Verarbeitungsbetriebe, die die Ökologie mit ihrem Beruf verknüpfen.“ Wichtig sind auch die Berufsschulen, die bisher noch wenig Nachhaltigkeitslerninhalte vermitteln. „Ein großes Manko.“

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