DOROTHEE MÖLLER

ACKERBAU

Ackerbau Dorothee Möller
Weserstraße 16
31840 Hessisch-Oldendorf


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seit 2016


Hauptprodukt/Dienstleistung
Ackerbau

„Ich baue gerne Brücken, damit ein Gespräch aufkommt.“

Vom Land“ steht in weißen Buchstaben auf Dorothee Möllers T-Shirt. Kein Zufall bei der 26-Jährigen aus Hessisch Oldendorf. Die Landwirtin ist keine, die ihre Überzeugung vor sich herträgt. „Aber ich baue gerne Brücken, damit ein Gespräch aufkommt“, erzählt sie. Der Dialog mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern liegt ihr am Herzen – und sozusagen im Blut.

Vater Cord hat schon vor über 20 Jahren Informationsschilder über Ackerkulturen in den Boden gerammt. Einige Flächen des Ackerbaubetriebs Diers-Möller liegen nämlich direkt am Weserradweg. Dort fahren mehr als 50.000 Radler jährlich vorbei – ideal für die Öffentlichkeitsarbeit. „Wir machen Brötchen am Halm,“ steht auf einem blauen Schild neben dem Weizenbestand.

Cord und Doro Möller prüfen die Feuchtigkeit. Ist das Korn schon reif ?

Dorothee, die alle nur „Doro“ nennen, spricht einen Radtouristen mit grauem Bart an: „Möchten Sie mal sehen, was hier wächst?“ Er möchte. Schnell entwickelt sich ein Gespräch über Artenvielfalt, Pflanzenschutz und Monokulturen. „Ich nehme es keinem übel, wenn er mit Vorurteilen kommt. Im persönlichen Gespräch kann man am besten überzeugen – ruhig und mit einem Lächeln“, sagt die junge Frau, die Agrarwissenschaften in Göttingen studiert hat. Bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin war sie schon mehrmals als Agrarscout im Einsatz. Als „Gesichter der modernen Landwirtschaft“ erklären die Scouts den Messebesuchern, welche Arbeit hinter dem Schnitzel oder dem Liter Milch steckt. „Die Kritik an unserer Arbeit ist groß. Weil wir die Experten sind, können wir das auch am besten erklären“, ist sich Doro sicher.

Der Betrieb, der als Rittergut Hessisch Oldendorf bekannt ist, hat sich auch der Initiative Feldwerk angeschlossen. Der kooperative Gedanke: Bürger und Unternehmen spenden für Blühflächen, die von Landwirten angelegt werden. Das Ergebnis ist bei Familie Diers-Möller am Weserradweg zu bewundern. In bunten Farben blühen Blumen neben dem Mais. Und im Bestand ein Schild über die Bedeutung von Mais als Sauerstoff-Lieferant. „Wenn die Leute uns einen Vogel zeigen, weil wir hier mit großen Maschinen unterwegs sind, ärgert mich das. Das muss besser werden“, setzt sich Doro als Ziel.

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