STEFAN TEEPKER

STALL, KAMERA & KI

Stefan Teepker
Hestruper Straße 8
49838 Handrup


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Hauptprodukt/Dienstleistung
Kamera im Stall

„Ein Ziel ist es,
Bewegungsprofile der
Tiere zu erstellen“

Bei Stefan Teepker können die Hähnchen im Stall beobachtet werden. 365 Tage im Jahr. Mit seiner extra angebauten „Kiek in“-Box lädt er Besucherinnen und Besucher dazu ein, direkt in seinen Stall in Freren zu blicken. Dort picken, gackern, schlafen rund 25.000 Tiere, bis sie in den Schlachthof kommen. Damit die Kontrolle noch präziser – auch was die Gesundheit der Tiere betrifft – und wirtschaftlich nachhaltiger wird, entwickelt der Züchter aus Handrup im Emsland eine Kamera. Sie soll jedes einzelne Tier erkennen.

Die Künstliche Intelligenz erfasst
die Tiere in seinem Stall.

Mit der Universität Osnabrück, einem Berliner Start-up und einem weiteren Partner arbeitet er an einem EU-Projekt. Das Stichwort dabei: Künstliche Intelligenz, kurz KI. Sie gilt als Schlüssel zur Automatisierung von Prozessen. „Ein Ziel ist es, Bewegungsprofile der Tiere zu erstellen“, sagt der Landwirt. Das sei wichtig bei der Mast, zumal die Bewegung etwas über den Gesundheitszustand aussagt.

Dafür muss die KI mit Daten gefüttert werden. Einfach gesagt: Dem Computer muss beigebracht werden, dass der Punkt im Bild ein Hähnchen ist. Das muss funktionieren, egal, ob es steht, liegt, ob im hellen oder dunklen Teil des Stalls.

Wie sich Stefan Teepker seine Arbeit vorstellt, wenn die Kamera im Einsatz ist? „Dann könnte etwa ein Laser auf ein bestimmtes Tier zeigen, z.B. im Krankheitsfall.“ Luftbewegungen, Temperatur, Futterverwertung, Geschlecht und Gewicht würde er sich in Echtzeit anzeigen lassen. Letzteres sei wichtig für die Zusammenarbeit mit dem Schlachthof.
Je genauer die Angaben zur Zunahme und zum Gewicht sind, desto effizienter kann gefüttert werden und desto präziser kann der Schlachthof seine Maschinen einstellen und die Vermarktung optimieren.

Dass die Zukunft in vielen Bereichen im Digitalen liegt, ist für Stefan Teepker nicht neu. Mit einem anderen Start-up hat er eine App entwickelt, über die Fahrzeuge geliehen und vermietet werden können. Auch wenn er für seine Arbeit die Breitbandverbindung quasi selbst legen musste, kann ihn dies nicht davon abhalten, weiterhin so innovativ zu denken.

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