RENÉ JANßEN

KRABBEN

Nordseekrabben Erzeugergemeinschaft
Renè Gregor Janßen
26389 Wilhelmshaven
Gemeinde Dornum


seit 2007


Hauptprodukt/Dienstleistung
Nordseekrabben, Kutter Irmgard-Marie

„Ich dachte mir,
wenn ich das jetzt packe,
dann immer!“

Die Granat werden an Bord gesiebt und in Nordseewasser gekocht.

Die blauen, roten und grünen Kutter glänzen in der Sonne, leichter Wind weht durch die eingeholten Netze, Möwen kreischen, es riecht nach Seetang – Hafenidylle pur. Neun Krabbenkutter liegen im Hafen in Dornumersiel. Einer davon ist die „Irmgard Marie“, ihr Kapitän ist René Janßen.

„Bei längeren Touren geht’s meistens sonntags los, nach dem Tee“, erzählt der 31-Jährige. Klar, schließlich ist man in Ostfriesland. Zwei Tage ist er dann zusammen mit einem Mitarbeiter an der ostfriesischen Küste unterwegs, um den Schiffsrumpf mit möglichst vielen Nordseekrabben, hier Granat genannt, zu füllen.

Rund eineinhalb Tonnen pro Tour sind es im Sommer, etwa fünf im Herbst, dann sind die Granat größer. Wie viele Kisten tatsächlich im Rumpf der „Irmgard Marie“ landen, hängt von seiner Erfahrung und ein bisschen auch vom Glück ab. Denn: Krabben haben keine Schwimmblase, man sieht sie nicht auf dem Echolot. Sind die rund neun Meter breiten und etwa 15 Meter langen Netze ausgeworfen, werden die Krabben von den unten an der Vorderkante befestigten Rollen aufgeschreckt und hüpfen ins Netz.
An Bord werden die Krabben in 100 Grad heißem Nordseewasser gekocht, in Kisten gepackt und unter Deck gekühlt. Seinen Fang verkauft René Janßen, der in der Saison fast täglich die Netze auslegt, an die Erzeugergemeinschaft der deutschen Krabbenfischer.

Auch Janßens Vater war Fischer, er selbst ist seit 2007 an Bord eines Kutters unterwegs. Seitdem hat er sich zielstrebig auf seine Selbstständigkeit vorbereitet: Nach der Ausbildung zum Fischwirt legte er 2013 das Kapitäns-Patent ab, vier Jahre später hatte er den Meisterbrief in der Tasche.

Als jemand aus dem Kurs fragte, ob er jemanden kennen würde, der einen Kutter kaufen möchte, kam die Antwort prompt: „Klar, ich!“

Der Start mit der „Irmgard Marie“, die die Vornamen seiner beiden Großmütter trägt, war ruckelig: Im Frühjahr 2021 wütete die Corona-Pandemie. Die Restaurants waren zu, die Preise im Keller, die Banken zurückhaltend. Für René Janßen kein Grund, sein Ziel aus den Augen zu verlieren, im Gegenteil: „Ich dachte mir, wenn ich das jetzt packe, dann immer!“

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