NIKLAS KLINGEBIEL

MOHNANBAU

Niklas Klingebiel
An der Klus 8
37115 Duderstadt


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Hauptprodukt/Dienstleistung
Mohnanbau

„Wir haben uns die Genehmigung von der Bundesopiumstelle eingeholt.“

Violetter Mohn, so weit das Auge reicht. Darüber blauer Himmel – wie ein Postkartenmotiv. Die Farbe hat Niklas Klingebiel in das Untere Eichsfeld gebracht. Der Landwirt kennt sich gut aus mit der Pflanze, deren Frucht die meisten nur im Kuchen genießen.

Familie Klingebiel setzt bei ihrer Arbeit auf Bewährtes. Zum einen stand in der Gegend vor 40, 50 Jahren schon Mohn. Zum anderen – und das ist für den Familienbetrieb entscheidend: Sie haben schon Erfahrung mit Mohn auf ihrem Betrieb in Tschechien. Dort baut die Familie rund 200 Hektar an. Dass es auch in Niedersachsen funktionieren kann, will Niklas Klingebiel zeigen. In diesem Jahr auf Flächen zwischen Immingerode und Nesselröden.

Eine kleine Kugel in seinen Händen, ein großer Schritt für die Familie Klingebiel.

Sein Mohn hat einen geringeren Morphin-Gehalt als im Nachbarland. In Länder wie Afghanistan ist der Gehalt noch höher. Doch weil aus der Milch, die aus der unreifen Mohnkapsel gequetscht werden kann, das Rauschgift gewonnen werden kann, haben die Behörden hier ein Auge auf den Anbau. „Wir haben uns die Genehmigung von der Bundesopiumstelle eingeholt“, erklärt Niklas Klingebiel. Geprüft wurden auch seine Fachkenntnis und Nachweise für das Saatgut.

Abnehmer ist der Einzelhandel. Dafür werden die Mohnkapseln aus dem Eichsfeld in den Betrieb nach Tschechien gebracht, die Samen dort getrocknet. Die Rohware wird durch mehrere Schritte auf erst 90 Prozent Reinheit gesäubert und gelagert. Vor dem Verpacken noch einmal auf 99,95 Prozent. „Wegen ihres niedrigeren Morphin-Gehalts getrennt von der tschechischen Ernte.“ Bis zu 800 Kilogramm können aus einem Hektar gewonnen werden, sagt der Landwirt, dessen elterlicher Familienbetrieb Eichsfelder Wurstwaren direkt vermarktet.

Doch mit Mohn und Schwein ist es nicht genug: Jenseits der thüringischen Grenze entsteht Eichsfelder Schmand aus der eigenen Landmolkerei. Mit Mehl, Zucker, Eiern, Butter und Milch, Schmand und den schwarzen Kügelchen vom Feld in Immingerode trennen Kuchenliebhaber nur noch zwei Stunden in der Küche von einem Mohnkuchen „Made im Eichsfeld“.

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