MARVIN CAMPE

MILCHVIEHBETRIEB

Marvin Campe
Dorfstraße 32
27254 Staffhorst


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seit 2013


Hauptprodukt/Dienstleistung
Milchviehbetrieb

„Ich bin neugierig
und möchte immer,
dass sich etwas entwickelt.“

Im Gespräch mit Azubis tauchen neue, spannende Fragen auf.

Zehn Jahre liegt die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister bei Marvin Campe zurück. Davon zeugt seine Urkunde, die im Büro an der Wand hängt. Die jüngste Tochter der Campes, Herlind, liegt darunter und strampelt auf einer Kuscheldecke.

Damals hat der Landwirt in der Abschlussarbeit seinen elterlichen Milchviehbetrieb in Staffhorst analysiert, um zu schauen, was in Zukunft möglich ist. Nun ist ein Jahrzehnt dieser Zukunft vergangen – was bleibt? Nach der Meisterarbeit nahm er sich zunächst den Hof Stück für Stück vor, um jeden Produktionszweig zu prüfen. Mal ging es um die Tiergesundheit, mal um die Optimierung der Flächen. „Dafür brauchten wir nicht viel Geld in die Hand zu nehmen“, blickt der 39-Jährige zurück.

„Ich bin neugierig und möchte immer, dass sich etwas entwickelt.“ Seine Frau Catharina (35) ergänzt: „Er ist keiner, der aus einer Laune heraus eine Sache anfängt. Sondern erst, nachdem er alles gründlich durchdacht und recherchiert hat.“ So war es auch 2013. Der Milchviehbetrieb wurde erweitert, weil es allen Spaß brachte und die Ergebnisse stimmten. „Für die Bank hatten wir bei der Finanzierung auch Szenarien erstellt, die Preiskrisen berücksichtigt haben.“

Inzwischen bewirtschaften die Campes 300 Hektar und halten 350 Milchkühe plus Nachzucht. Dreimal täglich wird gemolken. Bei der Menge rollt ein eigener Tanklastzug auf den Hof. Die benachbarte Genossenschaftsmolkerei in Asendorf verarbeitet die Milch zu Butter, Joghurt, Quark und Trinkmilch.

Die Familie empfindet es als bereichernd, regelmäßig die „Komfortzone“ zu verlassen, wie Marvin Campe es bezeichnet. Aus diesem Grund gehört die Ausbildung junger Landwirte und Landwirtinnen für sie zu ihrem Alltag.
„Die eigene Arbeitsweise und Arbeitsroutine wird durch die jungen Leute immer wieder hinterfragt und das sehen wir als einen wichtigen Faktor für Erfolg an.“

Bei aller Bodenständigkeit, zieht es Marvin doch ab und zu in die Ferne. Zuletzt im Winter 2019, als er mit seiner Frau und den Kindern nach Neuseeland flog.

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