HEINER HOPPENSTEDT

HOCHLANDRINDER IM HUTEWALD

Heiner Hoppenstedt
Beweidung im Hutewald
Fuhrberg/Celle


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Hauptprodukt/Dienstleistung
Schottische Hochlandrinder

„Dann liegt auch schon mal
Schnee auf den Köpfen.“

Die Rinder fressen die für den Wald schädliche Traubenkirsche auf.

Für Spaziergänger ist es sicher ein außergewöhnlicher Anblick: Schottische Hochlandrinder im Hutewald bei der Alten Schäferei nahe Celle. Lange braune Haare hängen über den Augen, Hörner, die sich wie Spieße zum Himmel drehen, und dazu das monotone Mahlen der Kiefer. Eigentlich ist die sogenannte Waldweide verboten. Doch zwischen den bald 350 Jahre alten Eichen sind die Tiere von Heiner Hoppenstedt ausdrücklich erwünscht.

Der Landwirt und ausgebildete Baumpfleger wurde vor Jahren vom Naturschutz angesprochen: „Ihr habt doch diese zotteligen Viecher”, erinnert sich Heiner Hoppenstedt nicht ganz ernst gemeint. Gesucht wurden Tiere, denen es nichts ausmacht, bei Wind und Wetter draußen zu sein. Sie sollen das Waldstück von der für die Bäume schädlichen Traubenkirsche befreien. Dann bleibt die Fläche frei, damit Fledermäuse, Insekten und Vögel in den Eichenrinden ihren Platz finden. Hoppenstedt willigte ein und schon als die ersten Tiere vom Hänger gingen, begann das große Fressen.

Nun stehen sie zwischen Mai und Oktober in wechselnder Besetzung dort. Aber immer mindestens vier Tiere. Die übrigen, zeitweise waren es insgesamt 45, weiden auf verschiedenen Flächen um den Betrieb. Heiner Hoppenstedt und seine Frau Silke halten ihre Tiere ganzjährig an der Luft, auf fünf Flächen in der Gegend, einige von ihnen auf Naturschutzflächen, auf denen sie ungestört grasen können.

Die Hochland-Bullen sind bei den Hoppenstedts drei Jahre alt, bevor sie geschlachtet werden. „Das geschieht zwei Dörfer weiter,” sagt der Landwirt. Transportiert werden immer nur zwei Tiere, um den Stress eines vollen Transports zu vermeiden. Das Fleisch verkauft er direkt
an Interessenten, „die bereit sind, ein wenig mehr zu zahlen”. Das seien einige. Sie würden wertschätzen, dass die Tiere ihre Zeit draußen verbringen, in der Natur. Dort sind sie auch zu gern: „Im Winter stehen sie außerhalb des Unterstands, dann liegt auch schon mal Schnee auf den Köpfen”, sagt seine Frau Silke.

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