FAMILIE GOLZE

HOF ILMEAUE

HOF ILMEAUE
Ilmestraße 5
37586 Dassel


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Hauptprodukt/Dienstleistung
Geflügel, SollingEi

„Ich kann das alles nur ausprobieren, weil ich ein tolles Team habe.”

Ich scheitere jeden Tag an irgendetwas“, sagt Stefan Golze. Was Anderen vielleicht schwer über die Lippen geht, ist für den jungen Landwirt selbstverständlich und zeigt mehr Zuversicht als Furcht. Dass irgendwas einmal nicht klappt, das sei ja normal. Vor drei Jahren hat er den Hof Ilmeaue an der alten Ilmemühle bei Dassel übernommen. Seit fast einem Jahrhundert ist die Familie dort zuhause, bis 1987 mahlte die Mühle noch.

Nach dem Ende seines Studiums 2017 und einem Jahr auf Betrieben in Russland, Lettland und Kanada startete er auf dem elterlichen Hof. Dort gab es zu diesem Zeitpunkt Mutterkühe in Sommer-Weidehaltung, 40 Hektar Acker und 30 Hektar Grünland.

Rein in den Karton, raus zur Kundschaft:
Das „SollingEi“ landet im Supermarkt und Regiomaten.

Weil Stefan Golze schon früh ein Geflügel-Fan war, überlegte er, wie aus dem Hobby ein Beruf werden kann. Drei Monate nach der Betriebsübernahme stand schon das erste Hühnermobil. Das Besondere: Der Stall wird regelmäßig mit dem Traktor versetzt. So picken die Freiland-Hühner immer im frischen Gras. Das „SollingEi“ vom Hof Ilmeaue wird täglich frisch an Supermärkte in der Umgebung und im eigenen Regiomaten vermarktet.

Bevor die Hühner im Stall waren, hatte der Landwirt schlaflose Nächte. Das Hühnermobil kam drei Wochen nach vereinbartem Termin und – anders als erwartet – nicht voll montiert, während die Junghennen schon da waren. Lieferzusagen an die Supermärkte mussten verschoben werden. Und dann noch die Hitze mit Wassermangel und Dürre im Jahr 2018. Katastrophale Getreideerträge – und Heu für die Rinder musste zugekauft werden. „Das erste Jahr war hart.” Doch es lief sich zurecht.

Und wenn es nicht gelaufen wäre? Er hätte wohl einen anderen Plan gehabt. Denn davon hat er einige: Derzeit entstehen eine Nudel- und Eierlikörproduktion und ein Zerlegeraum für Rind- und Geflügelfleisch. Zudem baut er neue Kulturen an – wie Schlafmohn, Körnerhanf, Zuckermais, Erdbeeren. 2020 wurden Soja, Speisekürbis und Kartoffeln geerntet. „Ich kann das alles nur ausprobieren, weil ich ein tolles Team habe”, sagt Stefan Golze. „Meine Frau Pauline und meine Familie sind eine riesige Hilfe, genauso wie ein paar Jungs, auf die ich mich verlassen kann.“

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