CHRISTOPH BECKER

SCHWEINEBUZZER

Hofbecker Schweinebuzzer
Reddingen 2
29649 Wietzendorf


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Hauptprodukt/Dienstleistung
Schweinefleisch

„Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir etwas verändern müssen. Punkt.“

Die Schweine bei Christoph Becker haben die Wahl. Wenn sie sich abkühlen wollen, dann suchen sie den Weg durchs Stroh, schieben mit ihrer Nase einen Pfahl hoch, der gegen einen Buzzer drückt.

Genau – gegen einen Buzzer, einen großen roten Knopf, wie man ihn aus Quizshows kennt. Der löst ein Signal aus, es fließt Wasser und die Tiere werden abgeduscht. Die Vorrichtung hat der Landwirt selbst gebaut. Er ist ein Tüftler, einer für Lösungen.

Christoph Becker lässt die Schweine machen.

Christoph Beckers Buzzer aktivieren aber auch einen Futterautomaten oder befüllen eine Tränke. Er könne sich auch vorstellen, mit Musik oder mit Düften zu experimentieren. Immer im Blick, was den Tieren gefällt. Er will ihnen ein Stück Selbstbestimmung zurückgeben, weil er sich sicher ist, dass sie klug genug sind, sie auch zu nutzen. Durch den Einsatz der Buzzer lernt er immer genauer, was die Tiere mögen. Für seine Idee wurde er von der Initiative Tierwohl mit dem Innovations-Preis ausgezeichnet.

In der konventionellen Haltung seien die Schweine weit weg von ihrem natürlichen Verhalten, sagt der Schweinehalter. Seine Tiere haben einen Ringelschwanz und nutzen Außenbereiche mit Stroh. Seinen Betrieb will er aber nicht umstellen: „Kurz vor Bio fühle ich mich am wohlsten, unabhängig von einem Label und frei, bewusst zu schauen, wie ich es den Schweinen so angenehm wie möglich machen kann.“ In den letzten Jahren hat er an vielen Projekten teilgenommen: beim Tierschutz-Label, bei der Initiative Tierwohl, bei der Ringelschwanz-Prämie.

Er war auch Modell- und Demonstrationsbetrieb, ausgewählt vom Bundeslandwirtschaftsministerium. Der Landwirt aus Reddingen erinnert sich gut an die erste Sitzung: „Ich war sehr froh zu merken, dass ich nicht alleine bin.

Es gibt noch viel zu tun.” Zum einen bietet das System den Tieren weiterhin nicht genug Schutz. Zum anderen gebe es noch zu viele Kollegen, die darin weiterarbeiten wollen, sagt Christoph Becker und macht deutlich: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir etwas verändern müssen. Punkt.“

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