BRITTA & KARSTEN BÖTEL

KÜRBISSE

Britta & Karsten Bötel
Große Twete 1
38312 Börßum


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Hauptprodukt/Dienstleistung
Kürbisse

„Wenn die Menschen ihren eigenen Kürbis züchten, schauen sie bewusster hin – aufs Wetter, auf die Landwirtschaft.“

Das mit den Kürbissen fingt bei Familie Bötel eigentlich ganz harmlos an. Auf dem Rübenfeld hatte es Ecken gegeben, die technisch nicht beerntet und darum nicht bestellt werden konnten. Britta Bötel holte eine Saatmischung und warf sie aus. Mittlerweile haben sie 70 Sorten in Börßum bei Wolfenbüttel. Vom Wee-B Little, Hokkaido, Australian Butter. Eine Neuheit seit diesem Jahr: Sie bearbeitet die Früchte vor der Ernte so, dass Motive oder Schriftzüge wie „Herzlich willkommen“ entstehen. Dabei bleiben die Kürbisse intakt und essbar.

Zwischen der ersten Aussaat und heute gibt es aber noch eine Geschichte zu erzählen – eine der Rekorde. „Ich bin niemand, der still sitzt“, erzählt Britta Bötel, die ein Hospiz leitet und vor 25 Jahren in die Landwirtsfamilie ihres Mannes Karsten eingeheiratet hatte. So organisierte sie ein kleines Kürbisfest, erstmals 2003. Mit Freundinnen erntete sie Kürbisse und dekorierte den Hof.

Dann kam ihr die Idee mit der Kürbismeisterschaft. Dahinter steckte nicht nur der Wettbewerbsgedanke. „Wenn die Menschen ihren eigenen Kürbis züchten, schauen sie bewusster hin – aufs Wetter, auf die Landwirtschaft.“ Und dann fragte sie: Wer hat Niedersachsens schwersten Kürbis? Es gab zwei Kategorien – für Einzelpersonen und Vereine, Schulen, Soziale Einrichtungen.

Mit 467,5 Kilogramm kam der schwerste Kürbis 2012 aus Melle-Neuenkirchen. Über die Jahre wuchs das Fest immer weiter. 2014 war Schluss. „Am Ende war es zu groß für Börßum geworden“, sagt Britta Bötel, die gerne an die Gemeinschaft zurückdenkt.

Einige helfen ihr noch immer bei der Ernte. Ende April zieht sie die Pflanzen vor, Mitte Mai kommen sie in den Boden, den ihr Mann Karsten vorbereitet hat. Er führt den Ackerbaubetrieb in zehnter Generation, einer ihrer drei Söhne will die elfte sein. Bei den Bötels gibt es – neben Kartoffeln – die Kürbisse ab September in der Scheune am Backhausweg und auf Bauernmärkten in der Region. In allen Farben, Formen, Größen. Ihr Lieblings-Kürbis? Der orangefarbene Jack be Little. Er lässt sich einfach zubereiten und schmeckt nach Maronen. Gewonnen hätte der damals aber nicht: Er ist viel zu leicht.

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