ARND-KRISTIAN LAUENSTEIN

SAATGUT

Saatgut Bründeln GbR
Zur Chaussee 1
31249 Hohenhameln


Hauptprodukt/Dienstleistung
Vermehrung und Aufbereitung von Saatgut

„Ohne den Idealismus
und den inneren Antrieb geht es nicht.“

Stolzes Bekenntnis: Die Lauensteins erzeugen wertvolles Saatgut.

Arnd-Kristian Lauenstein runzelt die Stirn. Oben prasselt Regen auf das Hallendach. Sein Blick fällt auf einen Anhänger voller Weizen, aus dem beständig Wasser tropft, weil der Wind den Regen reindrückt. „Das ist gar nicht gut“, stellt der 35-Jährige fest. Die ganze Ladung muss wohl in die Trocknung. Das könnte die Qualität der Weizenkörner beeinflussen. Und darum geht es bei den Lauensteins seit Generationen: Sie erzeugen auf ihrem Betrieb in Bründeln sogenanntes Z-Saatgut. Das „Z“ steht für „zertifiziert“, was ein mehrstufiges, streng kontrolliertes Verfahren bedeutet. Bevor eine neue Sorte in den Handel geht und von anderen Landwirten angebaut werden kann, vermehrt Arnd Lauenstein die Ware sortenrein. Die Sorte wird amtlich vom Bundessortenamt zugelassen, auf spezialisierten Betrieben vermehrt und erhält dann die Anerkennung als Z-Saatgut über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Der Staubsauger ist ein wichtiges Arbeitsgerät. Arnd erklärt: „Es muss alles sauber sein. Das kann beim Drescher schon mal länger dauern, weil ich alle Teile ausbaue, wo sich Körner verstecken.“ Sorgfalt und Reinheit sind die Stichworte, die sich durch das ganze Produktionsverfahren ziehen. „Da darf kein fremder Halm oder irgendein Unkraut zu sehen sein.“ Arnd läuft deshalb regelmäßig gemeinsam mit seinem Vater Wilhelm alle Flächen ab, um „Fremdbesatz“ zu entfernen.

Die Sorgfalt setzt sich auf dem Betrieb fort. Das Saatgut wird nach der Anlieferung gewogen, in mehreren Schritten gereinigt und gesiebt. „Die anschließende Beizung sichert den Keimling vor Krankheiten“, erklärt der studierte Agrarwissenschaftler. Jeder Schritt muss akribisch dokumentiert werden, ein extremer Mehraufwand. „Ohne Idealismus und den inneren Antrieb, ein hervorragendes Saatgut erzeugen zu wollen, geht es nicht.“

Richtig kribbelig wird die Phase zwischen Ernte und neuer Aussaat. Ab Anfang September wollen die Landwirte die neuen Sorten einsetzen. „Da wir für das Saatgut sorgen, sind dann schon mal 18-Stunden-Tage nötig, um alle zu beliefern.“ Der optimale Erntezeitpunkt ist eine Kornfeuchte von etwa 15 Prozent. Arnd steckt sich ein Weizenkorn in den Mund: „Ich merke das beim Kauen, ob es knackig oder weich ist.“ Dann geht es endlich los mit der Ernte.

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