ANKE & LUTZ DECKER

KREISLAUFWIRTSCHAFT

Decker GbR
Thingstraße 21
31249 Hohenhameln


Website


Hauptprodukt/Dienstleistung
Milch, Strom, Wärme & Agrardienstleistungen

„Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Milchproduktion.“

Wir wollen eine regenerative Kreislauf-Landwirtschaft etablieren, die das Schwarz-Weiß-Denken zwischen Bio und Konventionell auflöst,“ sagen Anke und Lutz Decker. „Sie ist gelebte Nachhaltigkeit in den drei Säulen Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung.“ Nach dieser Maxime bewirtschaftet die Landwirtsfamilie den Hof Decker, der gut sichtbar an der Kreisstraße nach Bierbergen liegt.

Dort werden 270 Milchkühe und deren 180 Kopf Nachzucht in lichtdurchfluteten Offenställen gehalten und 3,1 Megawatt Biogas produziert. Mit der Abwärme werden 114 Häuser im Ort beheizt. Gut sichtbar ist auch die Milpa-Mischkultur aus Kürbis, Bohnen und Mais an der Einfahrt zum Betrieb.

Eine kleine Sojabohne:
Familie Decker pflanzt sie selbst an, damit ihre Futtermittel nicht von weither importiert werden müssen.

Ihre Biogasanlage wird mit Mais, Getreide-Ganzpflanzensilage und dem Mist ihrer Tiere betrieben. Die Gärreste landen wiederum als organischer Dünger auf den Feldern, wo die Rohstoffe herkommen. Die Anlage ist aber nur ein Teil des landwirtschaftlichen Kreislaufes, der Familie Decker antreibt.

„Mit unserem Milchvieh gehören wir am Rande der Hildesheimer Börde zu den Exoten“, sagt der 43-Jährige. Das Grundfutter holen sie vom eigenen Grünland. Und von den Ackerflächen, die ohne Bodenbearbeitung bewirtschaftet werden, das nennt man No Till-Permakultur. Verkauft werden 3,6 Millionen Liter Milch im Jahr.

Das Ziel der Deckers ist eine klimaneutrale Landwirtschaft. Darum fördern sie den Humusaufbau und steigern die biologische Vielfalt und Fruchtbarkeit ihrer Böden durch Direktsaat und den Verzicht auf eine Bearbeitung. So wollen sie auch die Düngung und den Pflanzenschutz weiter reduzieren. „Zwischenfrüchte sind für uns selbstverständlich“, sagt Lutz Decker. In diesem Jahr sind die Maispflanzen gut durch die Bodenbedeckung gekommen.

Damit ist es aber nicht genug: Im September brachten sie Rinder beim sogenannten „Mob Grazing“ für jeweils kurze Zeit auf kleine Parzellen. Dabei fressen sie die Zwischenfrüchte, trampeln sie in den Boden und bringen ihren Kot und Urin aus. „Wir sind immer neugierig auf solche Projekte“, sagt Lutz Decker, der für seine regenerative Strategie ein Hashtag für die sozialen Netzwerke hat: #grünVentionell.

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